IMAS Report 05/Okt10:Deutschland und Polen - Vom Gegeneinander zum Miteinander
Die wirtschaftliche Verkettung mag in ihrer Deutlichkeit zunächst etwas verblüffen, an den Fakten gibt es aber nichts zu rütteln: Polen steht als Handels-partner der Bundesrepublik im weltweiten Vergleich an der eindrucksvollen zehnten Stelle. Umgekehrt nimmt Deutschland für Polen als Exportmarkt sogar den Spitzenplatz ein. Abgesehen von der Handelsstatistik hat Polen für seinen westlichen Nachbarstaat auch als Standort für Betriebe eine außerordentlich große Bedeutung.








Im Strassenverkehr den anderen den Vortritt zu lassen, liegt nicht im Trend: Knapp jeder dritte deutsche Autofahrer ist bestrebt, möglichst wenig überholt zu werden. Vor 20 Jahren gab das nur etwa jeder fünfte Lenker zu Protokoll. Annähernd verdoppelt hat sich in den letzten zwei Dekaden hingegen der Anteil derjenigen, die im Kolonnenverkehr laut eigener Aussage prinzipiell versuchen, sich durch Lückenspringen nach vorne zu arbeiten.
Annähernd drei Viertel der Bundesbürger sind davon überzeugt, daß die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands stark vom weiteren Schicksal der Europäischen Union abhängt. Lediglich 36 Prozent glauben angesichts der gegenwärtigen Situation, die EU-Mitgliedschaft sei gut für unser Land, während eine relative Mehrheit (38 Prozent) gegenteiliger Ansicht ist.
Furcht vor Ansturm aus dem Osten: Deutsche und Österreicher rechnen ab Mai mit einer Invasion von Arbeitssuchenden aus osteuropäischen EU-Ländern - Der Nutzen der Zuwanderung wird massiv bezweifelt - Österreicher reagieren auf die Liberalisierung des Arbeitsmarktes ganz besonders kritisch - Westdeutsche sind toleranter als Ostdeutsche.
Eine drastische Energieverknappung würde der Bevölkerung weh tun. Größter Schrecken: Erhöhung der Strom- und Treibstoffpreise. Verzichtsbereitschaft herrscht laut einer aktuellen IMAS-Umfrage am ehesten gegenüber Leuchtreklame und Kunststoff-Verpackungen.
„Manche Leute sagen, nach Japan wird alles anders". Damit meinen Sie eine grundlegend neue Einstellung zur Energiegewinnung, aber auch zu vielen anderen Problemen. Teilen Sie die Ansicht, dass nach dem Geschehen in Japan alles anders wird, oder glauben Sie, dass sich die Welt schon bald wieder so verhalten wird wie zuvor?“